Dezember

Samstag, 29.12.2012

... oder auch der letzte Monat im Jahre 2012.

Nachdem wir alle nun also den Weltuntergangstag erfolgreich überlebt haben und zwischen den Jahren doch nochmal ruhig ist, widme ich mich wieder einmal meinem Blog.

Der Dezember läutete gleich einmal den australischen Sommer ein, denn am 1. Dezember ist hier offizieller Sommeranfang und das Wetter war passend dazu abnormal heiß. Immerhin konnte ich somit die Poolsaison einläuten.

Zudem durfte ich endlich nach langer Warterei meinen Adventskalender aufmachen. Mama hatte ihn mir bei meiner Abreise ja noch zugesteckt.

Adventskalender

Auch an dieser Stelle möchte ich mich nocheinmal bei allen ganz arg herzlich für die vielen tollen Briefe bedanken. Ihr habt mir eine wirklich schöne Adventszeit beschert und danke auch nochmal an Lisa für den tollen Schokoadventskalender!

 

Viele von euch haben mich auch gefragt, ob denn überhaupt Weihnachtsstimmung aufkommen kann, wenn es hier so heiß ist und man statt Glühwein eher Cocktails und Champus trinkt.

Am Anfang konnte ich es mir selber auch noch überhaupt nicht vorstellen überhaupt Ansatzweise in Weihnachtsstimmung zu kommen und ich fande es absolut irre schon Mitte November überall in der Stadt Weihnachtsdekorationen über den Weg zu laufen.

 

Erstaunlicherweise gewöhnt man sich doch daran und das einzige was für mich wirklich mekrwürdig erschien waren die Weihnachtslieder in denen es um Schnee ging. (Die sind hier aber der absolute Renner und laufen im Einkaufszentrum jeden Tag hoch und runter)

Mit den warmen bis heißen Temperaturen freundet man sich auch sehr schnell an und es man ist schon generell viel postivier und gelassener auf Weihnachten eingestimmt. Seit dem 19. Dezember haben die Schüler hier auch offiziell Sommerferien und somit nehmen sich viele Eltern dann natürlich auch Urlaub und fahren mit ihren Kindern weg.

Hier in Sydney ist 'Carols in The Domain' ein absolutes MUSS und findet am letzten Wochende vor Weihnachten statt. Das Weihnachtskonzert ist frei und findet im südlichen Teil des Botanical Gardens statt. Von Sally, Liz und Co. wurde ich natürlich dieses Jahr mit geschleppt und so saßen wir von Mittags bis Nachts im Park. Man muss dazu sagen, dass man natürlich so früh wie möglich kommen sollte um einen guten Platz zu haben und gerade mit mehreren ist es zu empfehlen auch mehrere Picknickdecken mit zu nehmen um genug Platz zu haben. Generell gilt Selbstversorgung, aber man kann so genannte 'Candle Bags' für 15 AUS$ kaufen, worin sich dann Kerzen (für das Mainconcert) und mehrere Lebensmittel verschiedener Marken befinden, sowie jeglichen anderen Proben.

 

'Carols in The Domain' ist ein absolutes Event und stimmt total auf Weihnachten ein. Das Mainconcert fand abends statt und wird von Chanel 7 live im Fernsehen übertragen. Da es dann dunkel war, haben alle ihre Kerzen angezündet, was eine total schöne Atmosphäre lieferte. Sallys Papa fragte mich später, ob es sowas denn auch in Deutschland gäbe, worauf ich bedauernd zugeben musste, dass es dafür leider VIEL zu kalt ist.

Und dann kamen sie auch schon die Weihnachtsfeiertage. Traditionell feiern die Australier hier am Christmas Day (25.12.) und am Boxing Day (26.12.) Weihnachten. Da mein Hostdad aber Koch ist und am Christmas Day für Familie P. arbeiten musste, gab es für mich gleich drei Weihnachtsfeiertage.

Den 24.12. habe ich somit in meiner Hostfamily verbracht. AJ und ich hatten jeweils Socken an unserer Tür hängen, die mit Süßigkeiten gefüllt waren. Nach einem raschen Frühstück ging es auch schon los mit der Bescherung. AJ wurde auserwählt alle Geschenke die unter dem Weihnachtsbaum liegen an alle zu verteilen und somit hatte jeder seinen eigenen Geschenkestapel vor sich liegen. Die Geschenke wurden willkürlich aufgemacht und im Gegensatz von zu Hause, wurde die Geschenkübergabe und das Auspacken nicht so sehr zelebriert. Kaum war das eine Geschenk ausgepackt kam auch schon das nächste.

Zum Christmas Lunch hatten wir Turkey mit Erbsen, Mais, Karotten, Soße und Roast Potatos. Das war echt super lecker und traditionell gibt es zum Essen Knaller, die man aufreißt und heraus kommen eine Papierkrone, die zum Essen aufgesetzt wird und ein Spielzeug.Da es so unglaublich heiß war und uns durch den Turkey noch heißer war, ging es nach dem Lunch gleich mal ab in den Pool um uns abzukühlen.

Am 25.12. war ich bei Sally. Da sie mich den Abend vorher abgeholt hatte, konnte ich entspannt aufstehen und mich fertig machen. Auch hier gab es morgens die Bescherung und danach ging es dann gleich weiter zum ersten Teil der Verwandschaft, wo wir dann etwas gefrühstüct haben und weitere Geschenke ausgepackt wurden. Alles ausgepackt und schon ging es weiter zum zweiten Teil der Verwandschaft, wo wir einen großes Christmas Lunch hatten und Afternoon Tea. Nach dem Tea gab es dann auch hier noch Bescherung und danach brachen dann alle auf um nach Hause zu fahren. Untypischerweise war Christmas Day sehr verregnet und kalt, total gegensetzlich zu den sonstigen Weihnachtstagen, aber in Deutschland war es ja unnormal warm. Vielleicht wollte das Wetter den Auswanderern zu liebe das Wetter angleichen xD

Boxing Day habe ich auch wieder mit Sallys Familie verbracht und wir sind dieses Mal zu Hause geblieben, denn es sind Freunde von Sallys Eltern zum Lunch gekommen. Die Freunde habe ich alle schon kennen lernen dürfen und somit war es auch für mich entspannter zu wissen, wer alles kommt. Zum Lunch gab es verschiedene Salat, sowie Schinken und Schrimps. Schinken selber marinieren und aufschneiden ist auch eine der Traditionen zu Weihnachten und seit den letzten zwei Generationen sind auch Schrimps immer populärer geworden und aus dem Weihnachtsessen nicht mehr weg zu denken.

Abends auf dem nach Hauseweg, sind Sally und ich noch in eine Straße gefahren, in der es aufwändig dekorierte Häuser gibt.

Canberra

Montag, 19.11.2012

Gemeinsam mit Sophia war ich übers Wochenende in Canberra, der National Capital Australiens.

Auch wenn Australien ein eigenständiger Kontinent ist, hat man hier nicht verschiedene Länder mit verschiedenen Kulturen und Sprachen, sondern es gibt lediglich sieben Staaten: ACT (Australian Capital Territory - Canberra), NSW (New South Wales - Sydney), QL(Queensland - Cairns), VIC (Victoria - Melbourne), WA (Western Australia - Perth), SA (Southern Australia - Adelaide) und NT (Northern Territory - Darwin).

Staatsoberhaupt ist die Queen und Ministerpräsidentin ist aktuell Julia Gillard von der Labour Party. Wirkliche Länderunterschiede gibt es hier nicht, was ich immer wieder faszinierend finde. Das ist aber mit der Grund weshalb die meisten Australier super begeistert von Europa sind, denn dort hat man ja so viele Kulturen und verschiedene Sprachen auf fast genau derselben Fläche wie Australien.

Sophia und ich sind Samstagmorgen um 6.00 Uhr morgens von der Central Station in Sydney mit dem Greyhound Bus nach Canberra gefahren und kamen um 9.15 Uhr in Canberra an. Von der Fahrt kann ich nicht viel erzählen, da ich die meiste Zeit geschlafen habe.

Kaum angekommen und schon verloren. Wir haben uns beide im Vorfeld nicht wirklich mit Canberra auseinander gesetzt und sind mit dem Hauptgedanken hin gefahren, dass es doch nie National Capital ist und wir ein interessantes Wochenende haben werden. Gut, dass wir erst mal absolut keinen Plan hatten und es dann doch in die richtige Richtung zum Hostel geschafft haben. Um das Hostel selber zu finden, hatten wir aber irgendwie ein bisschen unsere Probleme und wurden dann von einer Frau total nett angesprochen ob wir denn Hilfe bräuchten und nebenbei hieß sie uns gleich einmal in Canberra willkommen. Einen netteren Empfang kann man doch nicht haben oder? Natürlich war das Hostel überhaupt nicht weit von uns weg.

Gepäck abgestellt und schon ging es auf und davon das War Memorial anschauen - dank meines super Orientierungssinnes und meiner vorbildlichen Kartenleserei waren wir prompt im absoluten nirgendwo an der Hauptstraße Canberras, weit und breit kein Memorial in Sicht ('... aber Sophia, genau da steht dass da das War Memorial sein soll' ' Steffi das kann nicht sein, das ist riesig!' 'Ooopsi ich glaube ich habe die Legende falsch interpretiert, das sind die Hotels hier in Canberra').

Nach dem kleinen Umweg und dem seltsamen Straßensystem in Canberrra, haben wir es dann doch geschafft zum War Memorial zu kommen. Das Memorial ist wirklich beeindruckend und darunter ist noch ein riesiges Museum, welches wir uns natürlich angesehen haben.

Danach gingen wir die ANZAC (Australia New Zealand Army Corp) Parade entlang und dann zurück zur City.

Nach unserem Zimmerbezug, waren Sophia und ich beide recht wenig motiviert weiter herum zu laufen und so setzen wir uns für ein paar Stunden in ein Cafe. Irgendwann brauchten wir aber dann doch eine Idee für den Abend und als wir durch das Canberra Center liefen kamen wir auf die geniale Idee abends ins Kino zu gehen. Gesagt, getan. Es wurden also Kinokarten gekauft - The Intouchables (dt. Ziemlich beste Freunde). Auch wenn ich den Film schon kannte, war es auf ein neues ein sehr lustiger und schöner Film.

Sonntag. Früh aufstehen, Sachen packen, frühstücken und los hieß es an diesem zweiten und auch letzten Tag, Schließlich hatten wir uns ein richtiges Programm aufgestellt: ein bisschen um den See laufen, National Art Gallery, Portrait Gallery und New Parliament House.

Im New Parliament House haben wir an einer Führung teilgenommen und es ist einfach absolut beeindruckend, wie riesig das Parlamentsgebäude doch ist. Aber auch bei der Führung wurde mehrmals darauf hingewiesen und oft  betont, dass die Queen das Staatsoberhaupt ist, auch wenn sie sich nicht wirklich in die Angelegenheiten Australiens einmischt.

Kaputt von der vielen Lauferei, den unglaublich vielen Eindrücken einer anderen Kultur (aboriginal Art) und einem anderen politischen System, ging es abends für uns zurück nach Sydney. Die Fahrt verlief ruhig und im Gegensatz zu Deutschland, wo man andauernd Kurven hat, ging es stur geradeaus.

Verstärkung aus der Heimat

Samstag, 06.10.2012

Mit Sophia habe ich mich einmal darüber unterhalten, wie man denn am Besten das zu Hause hier und das zu Hause in Deutschland auseinander halten kann, denn eine Aupair Spachkrankheit ist tatsächlich zu erklären, welches zu Hause man denn jetzt meint und man braucht ewig das erklärt zu haben. Typisch Süddeutsch meinte ich dann zu ihr, dass es wohl am einfachsten wäre, 'Heimat' zu dem deutsche zu Hause und 'zu Hause' zu dem australischen zu Hause zu sagen.

Dieses Wochenende habe ich gleich vier bekannte Gesichter aus der Heimat wieder getroffen. Es war echt wunderschön sie wieder zu sehen zumal ich einen Teil seit schon seit mehr als drei Monaten nicht mehr gesehen habe (wow das ist ein Vierteljahr!). Überrascht hat es mich wirklich, wie sehr ich mich gefreut habe sie wieder zu sehen, da ich vor meiner Abreise oft gesagt habe: "Ich will niemanden von daheim in Australien treffen, dafür gehe ich doch nicht nach Australien". So schnell kann es sich ändern, wenn man sich ein paar Monate nicht mehr gesehen hat.

Awesome 3 days

Mittwoch, 03.10.2012

Bei den Orientierungstagen meiner Organisation hier in Sydney, habe ich Lara kennen gelernt. Sie ist über diesselbe Organisation hier wie ich und wir haben uns auf anhieb gut verstanden. Wir waren sogar beide total traurig, als wir uns verabschieden mussten, denn sie ist nach irgendwo in die Umgebung von Griffith gegangen, da es ihr Wunsch war eine Familie im Outback zu haben. 

Leider hat sich dieser Traum zum Alptraum entwickelt. Die Familie hat interne Probleme und da kann sie als Aupair einfach auch nichts mehr retten. Führe eine Erziehung bei Kindern durch, die sie nicht durch ihre Eltern erfahren. Nach vier Wochen hat Lara sich endgültig entschieden ihre Familie zu wechseln und so kam es, dass sie für drei Tage zurück nach Sydney kommen sollte.

Kaum die guten Neuigkeiten erfahren, habe ich mich gleich ran gesetzt und überlegt, was wir alles zusammen anschauen können, was sie noch nicht von Sydney gesehen hat.

Die Wiedersehensfreude war natürlich riesig, als wir uns endlich nach 7 Wochen wieder gesehen haben. Wir hatten uns natürlich total viel zu erzählen und als sie von ihrer Hostfamily erzählt hat, klang alles nochmal viel krasser, als das was sie davor geschrieben hatte. Gemeinsam ging es dann natürlich los und ich zeigte ihr verschiedene Plätze und Viertel die sie in den drei Tagen noch nicht gesehen hatte. Später stieß auch noch Dennis dazu. (Dennis ist der Freund von Laras Cousine und als Backpacker in Australien)

Zu dritt hatten wir echt wunderschöne Tage und haben viel gemeinsam erlebt. An Laras vorletztem Tag, aber letzten gemeinsamen Tag, kamen wir dann auf die Idee Lara zu ersetzen indem wir einen Koala kaufen, der immer mit muss, wenn Dennis und ich zusammen etwas unternehmen und dann ein Bild machen, welches auf Facebook gepostet wird und Lara mit darauf verlinkt.

Aber nicht nur das, Lara und ich haben dann auch mal festgestellt, dass wir Work&Travel auch gemeinsam machen könnten. Wir hatten beide von Anfang an davon geredet, dass wir das jeweils vor haben, aber kamen irgendwie nie auf die Idee es gemeinsam zu machen. Das mussten wir dann jetzt nach sieben Wochen feststellen.

Auch der letzte Abend kam dann und wir sind alle drei noch einmal etwas trinken gegangen. Der Abschied wurde wirklich ordentlich gefeiert, aber die Tränen standen mir dann doch fast in den Augen, als ich mich von Lara verabschiedet habe.

Hoffentlich klappt alles so mit dem gemeinsamen Work&Travel wie wir uns das vorstellen.

Busfreundin

Samstag, 29.09.2012

Einfach nur genial wie man hier Freunde treffen kann.

Am Samstag bin ich das erste mal mit dem Bus aus der Innenstadt nach Hause gefahren. Gar nicht so leicht, da die Busse nicht an den Bushaltestellen halten, wenn man nicht 'Stop' drückt. Abgesehen davon haben die Bushaltestellen auch keine Namen und stehen einfach beliebig in der Gegend herum.

Ich sitze also so im Bus und denke mir 'Ach wie schön es doch wäre jetzt ein anderes Aupair hier im Bus zu treffen, mit der ich mich super gut verstehen werde'. In dem Moment hält der Bus und ein Mädchen steigt aus. Wir haben uns beide angeschaut und zu gerne hätte ich in dem Moment gewusst, ob ich sie nun ansprechen soll oder nicht, da war sie aber auch schon weg.

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Sonntag, eine Woche später, sitze ich abends wieder im Bus nach Hause. Durch die Facebookgruppen habe ich vormittags gepostet, ob nicht jemand am Montag Zeit habe mit mir etwas zu unternehmen, denn alle Aupairs, die ich bisher kannte, keine Zeit hatten. Ein Mädchen hatte sich unter dem Post gemeldet und irgendwie kam mir ihr Profilbild doch schon sehr bekannt vor. Mit ihr habe ich mich dann für Montag verabredet. Gerade als der Bus hielt, wollte das Mädchen dass ich schon vor einer Woche gesehen hatte, aussteigen und wir sahen uns beide an und stellten fest, dass wir uns doch schon mal gesehen haben und gerade auf Facebook miteinander geschrieben hatten. Das 'Hallo' und 'ich glaubs ja gar nicht' war demnach riesig und Sophia hat sich dann erst einmal noch hingesetzt. Zufälle gibts.

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Sophia ist mittlerweile eine meiner besten Freundinnen hier. Wir verbringen sehr viel Zeit miteinander und planen schon sämtliche Ausflüge und Entdeckungstouren.

Erste Arbeitswoche

Freitag, 24.08.2012

Mein erste Arbeitswoche habe ich nun hinter mich gebracht, wobei es gut war zu wissen, dass Julie noch zu Hause ist und auch für nächste Woche wird mir das sicherlich helfen.

Meine Arbeitszeiten sind von Tag zu Tag unterschiedlich, aber da Leyla einen strikten Tagesplan hat, ist es ganz einfach sich dann einzufinden.

Am Montag habe ich AJ kennen gelernt und er hat auch sein Gastgeschenk von mir bekommen: Ligretto. Das haben wir dann abends gleich einmal alle zusammen gespielt und die ganze Familie war absolut von dem Spiel begeistert.

Heute Abend war ich bei Sally, meiner australischen Freundin, die ich schon seit vier Jahren kenne und dadurch kennen gelernt habe, da sie mit ihrem Deutschkurs eine Deutschlandrundreise gemacht hat. Bei Sally haben wir gemeinsam mit ihren Eltern Dinner gegessen und einfach total unser Wiedersehen gefeiert. Es gab natürlich unheimlich viel zu erzählen was so passiert ist und was uns sehr bewegt hat die vergangenen Monate über. Am Mittwoch werde ich sie dann endlich wieder sehen. Juhuuu.

Sunday

Sonntag, 19.08.2012

Heute morgen musste ich früh aufstehen, da Julie mich mit ins Shopping Center nach Chatswood mitgenommen hat. Das Shoppingcenter dort ist einfach mal noch größer als das Breunigerland in Ludwigsburg und das obwohl es nur ein Stadtteil von Sydney ist! Geshoppt habe ich aber letztlich nicht sehr viel, da ich mich noch an die Preis gewöhnen muss und vor allem an den Stil. Die rennen wir hier einfach völlig verrückt rum und es juckt aber letztendlich auch niemanden. Easy going eben... Was mich erstaunt hat und wovon ich nun völlig begeistert bin ist die Tatsache, dass die in den Läden so super freundlich zu einem sind: ich wollte ein Oberteil anprobieren und die Verkäuferin meinte ich sollte ihr einfach sagen, wenn ich es gerne in einer anderen Größe oder Farbe bräuchte, dann würde sie es mir holen. Sowas würden die Verkäuferinnen in Deutschland niemals machen!

Zum Frühstück gab es pochierte Eier mit Toast und zum Lunch habe ich mir dann einen Salat mit Tofu mitgenommen. Diese vielen Mahlzeiten und das viele Fleisch, daran muss ich mich erst einmal noch gewöhnen. Aber gewöhnen muss ich mich sowieso noch an alles hier. Jeden Tag gibt es so viel zu entdecken und zu bestaunen und in meinem Kopf habe ich wirklich noch gar nichts sortiert und ich lebe noch irgendwie irgendwo dazwischen. Nicht richtig hier, aber auch nicht mehr zu Hause. Julie und Paul sind auch noch total mit dem Haurenovieren beschäftigt, weshalb wir dann noch Nachmittags los sind um Lampen für den Eingansbereich, das Esszimmer und den Familyroom auszusuchen. Gefallen hat ihnen aber nur eine Lampe, die dann in den Familyroom kommt. Aber damit war der Sonntag noch nicht getan, denn anschließend ging es noch in Bunnings Warehouse, wo dann die entsprechende Wandfarbe für den Familyroom ausgesucht wurde, da Julie die anderen Farben, die sie schon ausgesucht hatten zu dunkel waren. Nach langem hin und her wurden dann nochmal drei Farben mitgenommen. Abends saß ich dann noch mit Paul und Julie zusammen, haben Wein bzw. Bier getrunken und gelesen.

So excited!

Samstag, 18.08.2012

Die ganze letzte Nacht konnte ich nicht wirklich schlafen. Zu viel ging mir durch den Kopf: Sally nach Jahren wieder gesehen zu haben und die aufkommende Aufregung, wie es wohl mit meiner Gastfamilie wird. Schon früh hieß es raus aus den Federn, da uns die erste bereits um 6 am verlassen musste und dann ging es im stündlichen Takt gerade so weiter. An schlafen war also nicht mehr wirklich zu denken. Da ich sowieso meinen ganzen Rucksack nochmal neu packen musste, habe ich die Zeit sinnvoll nutzen können. Um 9 am sollte ich dann von meiner Familie abgeholt werden. Ich fand mich aber schon früher im Foyer ein, da ich ja noch auschecken musste und mit Irena zusammen warten konnte. Unsere verbleibenden Zimmermädels sind dann auch noch gekommen um uns zu verabschieden. Pünktlich um 9 am kam meine Hostmom auch zur Tür herein und ich hab mich dann ganz schnell von den anderen Mädels verabschiedet, meine Sachen genommen und bin mit Julie zum Auto. Im Auto selber warteten Paul und Leyla auf mich. AJ, wie ich erfuhr war das Wochenende über bei seinem Vater, was er sehr bedauerte und ich ihn somit erst am Montag zu Gesicht bekomme. Es hat natürlich auch seinen Vorteil, so kann ich mich langsam an alles gewöhnen und kann mir dann nochmal extra Zeit für  AJ nehmen. Nach etwa 20 minütiger Fahrt, waren wir dann in Castle Cove angekommen. Hier werde ich also für die nächsten 6 Monate leben.

Zuerst einmal haben mir Julie und Paul das ganze Haus gezeigt und anschließend mein Zimmer. Ich war total gespannt, wie mein Zimmer aussehen würde und habe mich riesig gefreut, als sie es mir gezeigt haben. Es ist zwar etwas kleiner als gedacht aber super liebevoll eingerichtet. Ich habe mich so sehr gefreut, wie es gestaltet ist, dass ich beide erst mal umarmt habe und mich bedankt. Als kleines Willkommensgeschenk gab es dann auch noch einen Gutschein von Target. Hätten sie ja echt nicht machen müssen. Da ich sie ja schon gefragt hatte, was sie gerne haben möchten, wussten sie ja schon in etwa was ich ihnen mitbringen würden: ein Buch über die Region Stuttgart. Sie fanden es total spannend zu sehen, wie es bei mir zu Hause so aussieht und wo ich schon überall war und dementsprechend wohne. Dank der Karte am Ende des Buches konnte ich ihnen genau zeigen wo Gerlingen liegt. Auch von den Sachen für Leyla waren sie total hin und weg, denn Julie erklärte mir, dass es hier überhaupt keinen H&M gibt.

Anschließend hatte ich etwas Zeit für mich, denn Paul bereitete das Mittagessen vor und somit konnte ich in Ruhe meinen Rucksack auspacken und mein Zimmer einräumen. Da ich nicht wirklich viel mitgenommen habe, war ich schnell fertig.

Zum Mittagessen gab es dann Lamm mit Salat. Da ich vorher noch nie Lamm gegessen habe, war es also eine Premiere für mich ob es mir denn schmecken würde und ich muss sagen ich könnte es jeden Tag essen. Super super lecker. Paul erklärte mir dann, dass das australische Lamm das allerbeste sei und man das Lamm in Europa und Kanada völlig vergessen kann, da habe es selbst ihm nicht geschmeckt.

Um mich ein wenig auszuruhen und etwas Schlaf aufzuholen, legte ich mich erst mal ein wenig hin und schaffte es dann tatsächlich etwas zu schlafen.

Kaum aufgestanden ging es dann auch schon wieder los. Zusammen mit den beiden Hunden Pirate und Paris, Leyla, sowie Julie und Paul, ging es dann in den nahe gelegenen Park. Pirate wird seinem Spitznamen Crazy völlig gerecht, denn sobald er von der Leine los war und den Ball fangen sollte, fand er mehr Spaß daran den Vögeln nach zu jagen. Seinen Namen zu rufen bringt auch überhaupt nicht, da er so blöd ist, dass er den dann völlig vergisst.

Zum Dinner gingen wir in das Thairestaurant hier in Castle Cove. Das ist genau zwei Straßen weiter, hinter der Grundschule, wo AJ zu Schule geht. Dort haben wir zu Abend gegessen und ich habe direkt die australische Kultur BYO (Bring Your Own) erlebt. Wir haben dann zwei verschiedene Vorspeisen und drei verschiedene Hauptgänge bestellt, so dass jeder von jedem etwas essen konnte. Zusammen haben wir fast zwei Flaschen Weißwein geleert und hatten schon direkt am ersten Abend sehr viel Spaß miteinander.

Last day with the girls

Freitag, 17.08.2012

Auch an diesem schönen Freitagmorgen ging es wieder erst ins AIFS Büro. Dort hatten wir dann den zweiten Teil unserer Einführung, wo uns dann erklärt wurde, wie wir uns in den Familien verhalten sollen und wodurch ein Kulturschock so entstehen kann, nämlich vor allem durch die verschiedenen Erwartungshaltungen von Familie und Au-pair.

Heute waren wir früher fertig und wir sind alle gemeinsam zum Lunch zu einem kleinen italienischen Cafe in der Crown St gegangen. Gestärkt ging es dann zum Darling Harbour, wo wir das Sydney Aquarium besucht haben. Dank einem Gutschein unserer Organisation konnten wir uns den Eintrittpreis sparen. Es war echt nett, aber man sieht die meisten Fische auch bei uns im Aquarium. Immerhin habe ich das erste Mal in meinem Leben ein Schnabeltier gesehen. Oh Gott das ist total niedlich und vorallem nur so um die 30 cm groß! (@Mom: Will ich haben!)

Mit Irena und Lara bin ich danach  noch am Darling Harbour entlang geschlendert und über Chinatown ging es letztlich zurück zum Hostel.

Diesen Abend hieß es Schluss mit der Zimmergammlerei. Es ging ab zur University of Sydney. Da gab es eine Show, Nocturne, in der meine Freundin Sally mitwirkte. Ich war natürlich hyper aufgeregt, denn für mich bedeutete der Abend, dass ich Sally nach vier langen Jahren endlich wieder sehen sollte. Im Foyer sollte ich mich mit ihrer Mom treffen um mir die Karten überreichen zu können. Das hieß also auch, dass ich das erste Mal Maureen persönlich treffen sollte und ihr glaubt es nicht, aber es war einfach nur hervorragend und wie im Film. Suchend drehte ich mich um und da kam Maureen auf mich zu und wir stürmten aufeinander zu und nahmen uns in den Arm, als würden wir uns einfach schon ewig kennen. Dasselbe mit Sallys Papa. Richtig nett fande ich auch, dass sie mich auf den Abend einluden, denn sie meinten zu mir „That’s what parents for“, als ich ihnen das Geld für die Karte geben wollte. Unfassbar.

Die Show war echt super. Es ging um einen jungen Mann und ein junges Mädchen, die ineinander verliebt sind und dann kommt eine andere Frau (die Versuchung), die den jungen Mann verführt und der ihr natürlich komplett verfällt. Das Mädchen versucht ihren Mann zurück zu erobern und schafft es am Ende, da er sie auch nicht komplett vergessen kann. Die Versuchung ist so wütend darüber, dass sie das Mädchen am Ende umbringt.

Die Story wurde mit Hilfe von vielen verschiedenen Tanzrichtungen und Akrobatik dargestellt. Faszinierend fand ich die Tatsache, dass es sich dabei um Studenten handelte, die das alles in ihrer Freizeit machen.

Nach der Show wartete ich gemeinsam mit Sallys Eltern und Liz auf Sally. Das Wiedersehen war so unbeschreiblich schön, dass ich sogar in dem Moment selber total sprachlos war. Ich konnte es einfach nicht sagen außer „unbelievable“. Sally Eltern fuhren mich dann zurück zum Hostel, wo ich dann noch ewig mit den Mädels aus meinem Zimmer geschwätzt habe, da wir auch alle total aufgeregt waren, wie der nächste Morgen wird, wenn wir zu unseren Gastfamilien kommen.

Second day

Donnerstag, 16.08.2012

Nach einer etwas schlaflosen Nacht, nein nicht der Jetlag hat uns geplagt, sondern unsere netten Zimmernachbarn, die mitten in der Nacht meinten ein Konzert geben zu müssen (war ja schon ganz nett, da sie es einfach konnten und es angenehme Musik war, wie Sportfreunde Stiller), aber wenn man am nächsten Morgen früh raus muss ist es schon sehr annoying.

Um 8.30 am haben wir uns also dann im AIFS Büro einfinden müssen. Das erste australische Frühstück haben wir im Hostel genießen dürfen. Ich hoffe doch, dass ich wenigstens in meiner Hostfamily eine Kaffeemaschinen und keinen Instantkaffee zu Gesicht bekomme. Ansonsten gab es Joghurt mit frischen Früchten oder Sandwich mit Bacon&Egg. Ebenso das typisch australische Banana Bred, welches ich aber schon kannte. Ich glaube die Afrikaner essen das auch, zumindestens hatte ich es mal dank Feli bei uns zu Hause gegessen.

Unser erster Einführungsteil bestand aus einer Vorstellungsrunde, kleinere Gruppenspielen zum Thema Australien und einigen allgemeinen Informationen. Danach haben wir unsere ID Karten sowie die langersehnten australischen SIM Karten bekommen.

Nachmittags und einem netten kleinen Lunch bei Subway, ging es dann durch den Hyde Park zur Commonwealth Bank, wo wir unsere Kreditkarten ausgehändigt bekamen. Zusammen mit Lara und Irena machte ich mich dann auf den Weg Richtung The Rocks/Harbour Bridge, von wo aus wir dann über den Circular Quay zum Opera House liefen. Da die Sonne auch schon langsam anfing unter zu gehen und wir wieder Hunger bekamen, haben wir uns auf den Rückweg gemacht und unterwegs wieder bei so einer Salatbar halt gemacht.

Ich muss schon sagen, so ganz realisiert, dass ich in Sydney angekommen bin, habe ich noch immer nicht. Es ist einfach unglaublich vor der Harbour Bridge und dem Opera House zu stehen, da man diese Sehenswürdigkeiten eigentlich immer nur von Bildern kennt und sich normalerweise immer denkt, oh man das ist echt am anderen Ende der Welt.

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